Konzept

Wir haben eine gesamte Woche Zeit, uns nur ihrem Hund und seiner Ausbildung zu widmen.

Verschütteten-Suchhunde auszubilden und zu führen ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit. Deshalb finden wir es äußerst wichtig, auch ehrlich zu sich selbst zu sein. Es hilft niemanden, einen falsch konditionierten Hund auf die Suche nach verschütteten Menschen anzusetzen

Unser Leitspruch: „… um Menschenleben zu retten, sollte das Beste, gerade gut genug sein“.

Hunde, die von sich aus gerne mit Menschen kommunizieren, sich kontaktfreudig zeigen und dies ohne Lockmittel tun, werden immer erfolgreicher sein. Es ist nicht notwendig, Junghunde mit allem Möglichen anzulocken. Die Neugierde wie sie ein Junghund haben sollte, erledigt viel für uns und wir sollten uns das zu Nutze machen.
In dem Medium Schnee geht es am besten. Junghunde mit ihrer Unbekümmertheit an ihre spätere Aufgabe heranzuführen.

In der ersten Trainingseinheit sollten wir erkennen, wie wir mit ihrem Hund in die Ausbildungswoche starten werden. Unter Berücksichtigung seiner Triebveranlagung und seines Gehorsams werden wir ein Konzept für die Woche erarbeiten. Ideal ist der Aufbau eines Dreieckverhältnisses: Der Hund erhält den Suchauftrag – er findet den Helfer – sein Hundeführer belohnt ihn dafür. Eine andere Variante wäre: Der Helfer reizt den Hund mit einem Spielzeug an. Zu Beginn wird der Helfer in eine offene Schneehöhle schlüpfen, der Hund folgt ihm und spielt intensiv mit ihm.

Futter sollte bewusst vermieden werden, weil es die reine menschliche Witterung überlagert und der Hund sich einen stark veränderten Leitgruch einprägt. Der geruchsneutrale Schnee bietet die allerbesten Voraussetzungen, dass der Hund reine menschliche Witterung erschnüffelt.
Bei der Ausbildung zum Verschütteten-Suchhund ist von Beginn an dem Geruch eine hohe Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Hunde finden die vergrabenen Helfer nur mit ihrem Geruchsinn. Sie erfassen schnell nach Menschen zu suchen, nach ihnen zu graben und dabei lauthals zu „schimpfen“ (bellen). Die Geruchsleistungen von unseren Hunden sind intensiv genug, um zu finden. Ein wichtiges Kriterium, welches über Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist das „unbedingt haben wollen“.


Aus der Sicht eines Hundes: Wenn ich einen Menschen finde freut sich mein Frauchen/Herrchen und ich bekomme auch was ab.
Die Suchmotivation wird bei Hunden mit großer Spielleidenschaft immer stärker, anhaltender und ausgeprägter sein.
Mit Hunden emotional zu arbeiten ist erfolgreicher, denn Hunde sind dafür extrem empfänglich.

Sollten wir ihr Interesse geweckt haben und sie sind bereit, sich, auf uns einzulassen, dann sind sie herzlich willkommen.

Neben der Praxis wird auch ein theoretischer Unterricht über Hunde allgemein sowie Lawinen und Schneekunde angeboten.

Damit erklärt sich auch das Ziel der Ausbildung im Schnee.